Beschuldigte Person oder Opfer - Wir stehen für Sie ein

Strafverteidigung

Als beschuldigte Person einer Straftat ist die frühzeitige Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes immer empfehlenswert. Selbst kleine Delikte, die im Strafbefehlsverfahren erledigt werden, können weitgehende Auswirkungen haben. Beispielsweise führen sie zu einem Eintrag im Strafregister oder bei Strassenverkehrsdelikten zum Entzug des Fahrausweises. Dementsprechend ist es wichtig, durch Mandatierung eines Strafverteidigers umgehend für Waffengleichheit zwischen Strafverfolgungsbehörde und Beschuldigtem zu sorgen. Sowohl im Strafrecht, im Wirtschaftsstrafrecht als auch im Jugendstrafrecht unterstützen wir Sie engagiert, zielorientiert und erfolgreich.

Opferhilfe

Wir helfen Ihnen mittels Strafanzeige, beziehungsweise Strafantrag der Behörde gegen Sie verübte Delikte zur Kenntnis zu bringen. Geschädigte, respektive Opfer können sich sodann als Privatkläger konstituieren lassen und als Partei im Strafverfahren teilnehmen. Dadurch haben Sie das Recht, Zivilansprüche wie Schadenersatz und Genugtuung geltend zu machen sowie Anträge betreffend Schuldpunkt zu stellen. Wir begleiten Sie durch das Strafverfahren und stellen sicher, dass die von Ihnen gewünschten Rechte geschützt werden.

der typische Ablauf

im Strafrecht

1. Kontaktaufnahme

Nach erfolgter Kontaktaufnahme durch die Mandantschaft oder die Behörde per Telefon, E-Mail oder Kontaktformular wird ein Erstgespräch mit der zuständigen Rechtsanwältin vereinbart.

2. Erstgespräch

Im Erstgespräch werden die Problemstellungen erörtert, die rechtlichen Fragen geklärt, die erstrebten Ziele der Mandantschaft formuliert sowie die unterschiedlichen Vorgehensweisen aufgezeigt. Schlussendlich entscheidet sich die Mandantschaft mit der Unterstützung der Rechtsanwältin für eine der dargelegten Strategien. Das Erstgespräch kann je nach Wunsch der Mandantschaft persönlich vor Ort in der Kanzlei, per Telefon, Zoom oder Teams geführt werden. Sollte sich die Mandantschaft in Haft befinden, wird sie umgehend in der zuständigen Haftanstalt besucht.

3. Kosten

Strafverfahren sind oft mit hohen Kosten verbunden, welche die finanziellen Möglichkeiten von Privatpersonen schnell übersteigen. Wir überprüfen daher bei Mandatsbeginn, ob die Rechtsanwältin als amtliche Verteidigerin bestellt oder als unentgeltliche Rechtsvertreterin eingesetzt werden kann und dementsprechend der Staat für die Kosten vorerst aufkommt. Sollte dies nicht möglich sein, wird eine auf die Mandantschaft zugeschnittene Honorarvereinbarung in individueller Höhe getroffen und schriftlich festgehalten. Das Erstgespräch dauert erfahrungsgemäss eine Stunde und kostet CHF 300.00.

4. Mandatsablauf

In einem Strafverfahren geht es vor allem darum, Beweise zu sammeln. Aufgrund der vorliegenden Beweise wird das Verfahren eingestellt, erfolgt eine Verurteilung oder einen Freispruch. Der Rechtsanwalt, je nachdem, ob er als Verteidiger oder Geschädigtenvertreter auftritt, bietet Hand für belastende oder entlastende Beweise. Sodann ist er bei den Beweiserhebungen anwesend, wobei es sich dabei vor allem um Einvernahmen der Beschuldigten, der Geschädigten, der Zeugen und Auskunftspersonen handelt. Die Mandantschaft wird über jeden einzelnen Verfahrensschritt in Kenntnis gesetzt und auf diesen vorbereitet. Eine direkte, offene Kommunikation zwischen Rechtsanwalt und Mandantschaft sind dabei oft der Schlüssel zum Erfolg.

5. Mandatsabschluss

Die Mandantschaft erhält einen USB-Stick mit den Verfahrensunterlagen.

FAQ

Gemäss dem Grundsatz in dubio pro duriore (im Zweifel für die Anklageerhebung), darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft nur bei klarer Straflosigkeit respektive offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen verfügt werden. In allen anderen Fällen, vor allem auch in Zweifelsfällen, hat eine Anklage zu erfolgen oder ist ein Strafbefehl zu erlassen.

Die Strafverfolgungsbehörde kann einen Strafbefehl erlassen, wenn die beschuldigte Person im Vorverfahren den Sachverhalt eingestanden hat oder dieser anderweitig ausreichend geklärt ist und wenn eine Busse, eine Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von höchstens 6 Monaten ausgesprochen werden soll. Ein Strafbefehl ist ein sogenannter Urteilsvorschlag. Der Beschuldigte kann dieses Angebot annehmen oder Einsprache erheben und damit die Sache zur gerichtlichen Beurteilung bringen.

Die beschuldigte Person kann bei der Staatsanwaltschaft bis zur Anklageerhebung die Durchführung eines abgekürzten Verfahrens beantragen. Dazu muss sie den für die rechtliche Würdigung wesentlichen Sachverhalt eingestehen und die Zivilansprüche im Grundsatz anerkennen. Zudem darf die Sanktion nicht mehr als fünf Jahre Freiheitsstrafe betragen. Die Staatsanwaltschaft und die beschuldigte Person einigen sich über Schuldsprüche und Sanktionen. Diese Einigung wird in Form einer Anklageschrift dem Gericht übermittelt. Das Gericht überprüft in der Hauptverhandlung, ob die beschuldigte Person geständig ist und die vorgesehene Sanktion aus Sicht des Gerichts angemessen erscheint. Sind die Voraussetzungen für ein Urteil im abgekürzten Verfahren erfüllt, erhebt das Gericht die Anklageschrift zum Urteil. Andernfalls weist das Gericht die Akten zur Durchführung eines ordentlichen Verfahrens an die Staatsanwaltschaft zurück.

Eine amtliche Verteidigung ist ein Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin, welche durch die Verfahrensleitung bestellt wird, wenn die beschuldigte Person entweder eine Verteidigung von Gesetzes wegen benötigt und selbst trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Verteidigung mandatiert oder nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Die amtliche Verteidigung ist vom Staat unabhängig und ausschliesslich seiner Mandantschaft verpflichtet.

Eine geschädigte Person hat die Möglichkeit, sich im Strafverfahren als Zivilkläger zu beteiligen. Sie kann adhäsionsweise Zivilforderungen geltend machen. Das bedeutet, dass sie Schadenersatz und Genugtuung verlangen kann.

Die Voraussetzungen für Schadensersatz sind der Schadenseintritt bei der geschädigten Person, ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen diesem und der strafrechtlichen Handlung der beschuldigten Person sowie Widerrechtlichkeit der Handlung und Verschulden des Täters. Zur Geltendmachung von Schadenersatz ist sodann diejenige Person berechtigt, welche durch die Straftat in ihren rechtlich geschützten Interessen unmittelbar verletzt ist.

Die Genugtuung ist eine Leistung, die den immateriellen Schaden ecken soll. Ein Anspruch auf Genugtuung besteht, wenn das Opfer durch eine Straftat eine schwere Beeinträchtigung erlitten hat. Diese muss zu einer dauernden Schädigung oder zu einem lange dauernden Heilungsprozess (z.B. Spitalaufenthalt) geführt haben. Schwere psychische Beeinträchtigungen oder posttraumatische Störungen können ebenfalls einen Anspruch auf Genugtuung begründen. Keinen Anspruch besteht hingegen bei nur leichten Verletzungen oder bei einem vorübergehenden psychischen Stresszustand. Nach dem Tod des Opfers haben dessen nächsten Angehörigen einen Anspruch auf eine Genugtuung.

Die Dauer eines Strafverfahrens ist sehr unterschiedlich und kann am Anfang oft nicht abgeschätzt werden. Sie variiert von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Es ist daher wichtig, sich professionelle Unterstützung durch eine Verteidigung, beziehungsweise Rechtsvertretung zu holen, welche einem durch das Verfahren hindurch begleitet.

Das Erstgespräch kostet CHF 300.00. Als Teil des Erstgesprächs vereinbart die Rechtsanwältin den Stundenansatz mit Ihnen, beziehungsweise überprüft, ob ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege besteht oder ein Gesuch um Einsetzung als amtliche Verteidigung gestellt werden kann. In seltenen Fällen deckt die Rechtschutzversicherung sodann die Aufwendungen.

Wir bieten keine unentgeltlichen Rechtsberatungen an. Die Erstberatung bei einem Juristen oder einer Juristin kostet CHF 220.00, bei einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin CHF 300.00.

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